KOBALT - Co
Kobalt ist ein stark glänzendes Metall, das härter und fester als Stahl und außerordentlich zäh ist. Es bildet mit Eisen und Nickel zusammen die Gruppe der Eisen-Metalle. Kobaltverbindungen sind schon seit sehr langer Zeit bekannt und wurden früher vorwiegend zum Färben von Glas und Keramik (Kobaltblau) verwendet. Heute wird Kobalt hauptsächlich zur Herstellung von hochwarmfesten Kobalt-Legierungen für Maschinenbauteile, Hart- und Schneidmetalle, zur Herstellung von Magnetlegierungen und zur Verfestigung von Wolframcarbid für Schneidwerkzeuge verwendet. Das in Reaktoren gewinnbare radioaktive Isotop Kobalt 60 wird anstelle von Radium zur Krebsbehandlung verwendet (sogenannte Kobaltkanone) und findet Anwendung bei der Werkstoffprüfung mit Gammastrahlen, in der Sterilisation, Konservierung und in der Strahlenchemie.
Die Zukunft von Kobalt liegt in der Hightech-Branche, da das Metall für die Produktion immer kleinerer und leistungsfähigerer Batterien und Akkus für Laptops sowie Mobiltelefone benötigt wird. Seit 2004 hat sich der Einsatz von Kobalt fast verdreifacht. Auch Hightech-Batterien für Hybridfahrzeuge versprechen ein hohes Wachstumspotenzial für die Zukunft.
Kobalt kommt vor allem in Kanada, Sambia, Marokko, der Demokratischen Republik Kongo, Kuba, Russland, Australien und in den USA vor.
Kobalt wird überwiegend aus Kupfer- und Nickelerzen gewonnen. Die genaue Gewinnungsart ist von der Zusammensetzung des Ausgangserzes abhängig. Bei der Gewinnung wird zunächst ein Teil des vorhandenen Eisensulfids durch Rösten in Eisenoxid umgewandelt und mit Siliciumdioxid als Eisensilicat verschlackt. Es entsteht der sogenannte Rohstein. Durch Abrösten wird weiterer Schwefel entfernt. Dabei bilden sich aus einem Teil des Schwefels und Arsens Sulfate und Arsenate, die mit Wasser ausgelaugt werden. Es bleiben die entsprechenden Metalloxide zurück, die mit Schwefel- oder Salzsäure behandelt werden. Dabei geht das Kobalt in Lösung. Mit Chlorkalk kann anschließend selektiv Kobalt als Kobalthydroxid ausgefällt und damit abgetrennt werden. Durch Erhitzen wird dieses umgewandelt und anschließend mit Koks oder Aluminiumpulver zu Kobalt reduziert.


