CHROME / CHROMIUM - Cr
Chrom und Chromverbindungen werden heute für die verschiedenartigsten Anwendungen eingesetzt: Für Hartverchromungen bei Aluminiumzylinder im Motorenbau, für Legierungselemente in korrisions- und hitzebeständigen nicht rostenden Stählen, für Katalysatoren, um chemische Reaktionen zu ermöglichen und zu beschleunigen, zur Herstellung von Formen für das Brennen von Ziegelsteinen. Es ist auch in der Auto-Tuning-Szene für verchromte Leichtmetallfelgen sehr beliebt: hier für verchromte Leichtmetallfelgen. Außerdem färben Chromverbindungen Glas smaragdgrün und gelb. Chromate und Chromoxide werden als Farbpigmente in Farben und Färbemitteln, als Fixiermittel (hier: Kaliumdichromat) für industrielle Färbebänder und in Edeldruckverfahren verwendet. Die Chromgerbung ist das wichtigste Verfahren zur Herstellung von Leder. Chrom dient auch zur Herstellung von Cermets (ceramic metals).
Chrom wird weiterhin als das wichtigste Legierungsmetall zur Herstellung von nicht rostenden Chromstählen gehandelt. Auch im Zuge der weltweiten Werkstoffentwicklungen nimmt es eine tragende Rolle ein, z.B. bei der Entwicklung von superwarmfesten Stählen, die durch den Einsatz von Chrom zu einem günstigen Verhältnis von Zähigkeit und Festigkeit führen. Die verstärkte Nachfrage aus Ländern wie China und Indien wird auch zukünftig weitere Preissteigerungen nach sich ziehen.
Das Element kommt in der Natur fast ausschließlich in Verbindungen vor. Nur in Meteoriten konnten bislang Spuren von metallischem Chrom nachgewiesen werden. Das wichtigste Chromerz ist Chromit (Chromeisenstein). Im industriellen Maßstab wird Chrom fast ausschließlich Chromit - auch Chromeisenstein - gewonnen. Ein weiteres Chromerz von eher geringerer Bedeutung ist Krokoit (Rotbleierz). Die Chromitlagerstätten finden sich vor allem in der Türkei, Indien, Südafrika, im Iran und Russland.


