INDIUM

INDIUM - In

Indium ist ein vielseitig verwendbares Metall, dessen Einsatz jedoch durch die Seltenheit und den hohen Preis beschränkt wird.  Der größte Teil des produzierten Indiums wird nicht als Metall eingesetzt, sondern zu einer Reihe von Verbindungen weiterverarbeitet. Indiumschutzschichten wurden früher oft für Gleitlager in Automobilen oder Flugzeugen verwendet. Mit Indium beschichtete Flächen besitzen einen hohen und gleichmäßigen Reflexionsgrad über alle Farben hinweg und können daher als Spiegel verwendet werden. Wegen des hohen Einfangquerschnittes sowohl für langsame als auch für schnelle Neutronen ist Indium ein geeignetes Material für Steuerstäbe in Kernreaktoren. Auch als Neutronendetektoren können Indiumfolien verwendet werden. Indium ist gasdicht und auch bei tiefen Temperaturen leicht zu verformen und wird daher in sogenannten Indiumdichtungen in Kryostaten eingesetzt.

Indium gilt als eines der ersten Elemente, dessen Verwendung schon jetzt zu einer zunehmenden Verknappung führt und dessen natürliche Vorkommen bald vollständig erschöpft sein werden. In dem Zeitraum von 2000 bis 2004 wurde für Indium ein Preisanstieg von über 200 % verzeichnet. Das Metall besitzt in Verbindung mit Zinn in der Hochtechnologie, insbesondere im stetig wachsenden Markt der Informationstechnik, eine zentrale Bedeutung. Das Metall wird zum größten Teil zu Indiumzinnoxid verarbeitet, das für Flachbildschirme und Touchscreens eingesetzt wird.

Die größten Indiumvorkommen befinden sich in China, Kanada und Frankreich. Indium wird fast ausschließlich als Nebenprodukt bei der Produktion von Zink oder Blei gewonnen. Eine wirtschaftliche Gewinnung ist möglich, wenn sich an bestimmten Stellen des Produktionsprozesses Indium anreichert. Dabei handelt es sich um Flugstäube, die während des Röstens von Zinksulfid entstehen und Rückstände, die bei der Elektrolyse während des nassen Verfahrens der Zinkherstellung zurückbleiben. Diese werden mit Schwefelsäure oder Salzsäure umgesetzt und so in Lösung gebracht. Da die Konzentration an Indium in der Säure zu gering ist, muss sie angereichert werden. Die eigentliche Indiumgewinnung erfolgt elektrolytisch.

Cu - kupfer / CuMg - MagnesiumMn - Mangan / ManganeseMo - Molybdän / MolybdenumNi - NickelNb - Niob / NiobiumPd - PalladiumSe - Selen / SeleniumAg - Silber / SilverW - Wolfram / TungstenTi -Titan / TitaniumSi - Silizium / Silicon MetalSn - Zinn / TinV - VanadiumTa - Tantal / TantalumZi - Zirkon / ZirkoniumBi - Wismut / BismuthTe - Tellur / TelluriumZi - ZinkCd - Kadmium / CadmiumCo - Kobalt / CobaltGe - GermaniumIn - IndiumCr - Chrom / ChromePb - Blei / LeadGa - GalliumAl - AluminiumHf - HafniumSb - Antimon / Antimony