MAGNESIUM - Mg
Magnesium gehört zu den Leichtmetallen, es ist um ein Drittel leichter als Aluminium und bietet daher einzigartige werkstofftechnische Möglichkeiten. Weil sich Magnesium sehr leicht entzündet, wird Magnesiumband und -draht in (Foto-) Blitzlampen, als Zusatz in Feuersteinen für Feuerzeuge sowie in der Pyrotechnik in Leuchtsätzen und in Magnesiumfackeln verwendet. Magnesiumstäbe dienen häufig als Opferanoden, die Teile aus edleren Metallen vor Korrosion schützen. Die Hauptmenge des Magnesiums wird für Legierungen verwendet, vornehmlich mit Aluminium. Mittlerweile hat der Magnesium-Einsatz ebenfalls als Entschwefelungs- und Desoxidations-Mittel in der Eisen- und Stahlindustrie einen hohen Stellenwert erlangt. Als Reduktions-Mittel wird Magnesium bei der Herstellung von Titan, Uran, Zirconium, Hafnium und Beryllium eingesetzt. Im Schiffsbau kommen Blöcke aus Magnesium als Opferanoden zum Korrosionsschutz zum Einsatz. Auch die Autoindustrie nutzt das Leichtmetall in großen Maßen, da es deutliche Vorteile gegenüber Stahl und Aluminium hat: Es ist leichter und vollständig recyclebar.
Zurzeit erlebt Magnesium in Deutschland eine Art Renaissance, die vor allem bei der Industrie und Wissenschaft ein sehr großes Interesse an dem Metall ausgelöst hat. Dieser Trend wird wohl auch in Zukunft anhalten.
Magnesium ist ein unerschöpflicher Werkstoff. Es kommt in der Natur wegen seiner Reaktionsfreudigkeit nicht in elementarer Form vor. Als Mineral tritt es überwiegend in Form von Carbonaten, Silicaten, Chloriden und Sulfaten auf.
Die Gesamtmenge der weltweiten Magnesiumerze wird auf 20 Milliarden Tonnen geschätzt. Größte Produzenten von verhüttetem Magnesium sind die Vereinigten Staaten, Norwegen, Kanada, China und Frankreich.
Magnesium wird durch Schmelzflusselektrolyse von Magnesiumchlorid bzw. im geringeren Umfang durch Reduktion von Magnesiumoxid mit Ferrosilicium gewonnen. Hochreines Magnesium wird durch Destillation gewonnen. Dabei können Reinheitsgrade von 99,999% erreicht werden.


