NICKEL - Ni
Nickel ist ein silbrig-weißes ferromagnetisches Metall. Es ist hart, schmiedbar, stark verformbar und lässt sich ausgezeichnet polieren. Als bedeutendes Legierungsmetall wird es hauptsächlich zur Stahlveredelung verwendet. Geringe Nickelzusätze erhöhen im Stahl die Korrosionsbeständigkeit. Nickellegierungen werden auch in geringem Anteil z.B. zur Münzherstellung, für Küchenbehälter oder zur Herstellung von Konstantdraht in der Elektronik verwendet. Reines Nickel dient zur Herstellung von Tiegeln, Schalen und Instrumenten im Labor und in der Medizintechnik. Aufgrund der guten Absorptionsfähigkeit von Wasserstoff eignet sich Nickel auch als Katalysator.
Nickel wird als Metall in geringen Mengen benötigt, der größte Teil der Produktion geht in die Produktion von Nickellegierungen und nichtrostenden Stählen. Die Reserven an nach heutigen Gesichtspunkten abbauwürdigen Nickelvorkommen liegen zwischen 70 und 170 Millionen Tonnen. Gegenwärtig werden weltweit jährlich weit mehr als 1 Million Tonnen gefördert - das Metall wird demnach noch über einen längeren Zeitraum vorhanden sein.
Nickel ist ein häufiges Element und kommt in der Natur nur in Meteoriten vor. Die bedeutendsten Erzvorkommen liegen in Kuba, Kanada, Neukaledonien, Indonesien oder auf den Philippinen. Zur Gewinnung des Rohnickels muss das Nickel vom Kupfer abgetrennt werden. Um Reinnickel zu gewinnen, wird das Rohnickel elektrolytisch raffiniert.


