ZINN

ZINN - Sn

Das silberweißglänzende und sehr weiche Schwermetall hat einen auffällig niedrigen Schmelzpunkt und eine relativ hohe Siedetemperatur.

Reines Zinnblech wird großflächig zur Herstellung von Orgelpfeifen verwendet. Das weiche Metall wird aber in der Regel in einer Legierung mit Blei, dem so genannten Orgelmetall verwendet und hat für die Klangentfaltung sehr gute vibrationsdämpfende Eigenschaften.

Früher wurden eine Vielzahl von Sachen aus Zinn gefertigt, wie z.B. Haushaltsgegenstände oder Kinderspielzeug (Zinnfiguren). Heutzutage wird das relativ kostbare Material meist durch preiswertere Möglichkeiten ersetzt. Ziergegenstände und Modeschmuck werden auch weiterhin aus Zinnlegierungen, Hartzinn bzw. Britanniametall hergestellt.

Weißblech ist verzinntes Eisenblech, es wird beispielsweise für Konservendosen oder Backformen verwendet. Als Legierungsbestandteil wird Zinn vielfältig verwendet, mit Kupfer zu Bronze oder anderen Werkstoffen legiert. Als Bestandteil von Metall-Legierungen mit niedrigem Schmelzpunkt ist es unersetzbar. Weichlot zur Verbindung elektronischer Bauteile (z.B. auf Leiterplatten) wird mit Blei und anderen Metallen in geringerem Anteil legiert. Hochreine Zinn-Einkristalle eignen sich auch zur Herstellung von elektronischen Bauteilen.

In Form einer transparenten Zinnoxid-Indiumoxid-Verbindung ist es elektrischer Leiter in Anzeigegeräten wie LC-Displays. Das reine, weiße, nicht sehr harte Zinndioxid besitzt eine hohe Lichtbrechung und wird im optischen Bereich und als mildes Poliermittel eingesetzt. In der Dentaltechnik wird Zinn auch als Bestandteil von Amalgamen zur Zahnfüllung eingesetzt. Die sehr toxischen organischen Zinnverbindungen finden als Fungizide oder Desinfektionsmittel Verwendung.

Die bedeutendste Fördernation für Zinn ist China, gefolgt von Peru und Bolivien. In Europa sind Portugal und Spanien als größte Zinnproduzenten zu nennen. Nach aktuellen Schätzungen reichen die vorhandenen Lagerstätten noch etwa 35 Jahre. Zinn kommt zu über 80 % als Ansammlung in Schwemmlandablagerungen an Flüssen sowie auf dem Meeresgrund vor. Hierbei ist eine Region beginnend in Zentralchina über Thailand bis nach Indonesien bevorzugt.
Zinn lässt sich leicht aus Zinnstein gewinnen. Dazu wird das Erz zuerst zerkleinert und dann durch verschiedene Verfahren angereichert. Heute gewinnt man einen Großteil durch Recycling und hier durch Elektrolyse.


Cu - kupfer / CuMg - MagnesiumMn - Mangan / ManganeseMo - Molybdän / MolybdenumNi - NickelNb - Niob / NiobiumPd - PalladiumSe - Selen / SeleniumAg - Silber / SilverW - Wolfram / TungstenTi -Titan / TitaniumSi - Silizium / Silicon MetalSn - Zinn / TinV - VanadiumTa - Tantal / TantalumZi - Zirkon / ZirkoniumBi - Wismut / BismuthTe - Tellur / TelluriumZi - ZinkCd - Kadmium / CadmiumCo - Kobalt / CobaltGe - GermaniumIn - IndiumCr - Chrom / ChromePb - Blei / LeadGa - GalliumAl - AluminiumHf - HafniumSb - Antimon / Antimony