TELLUR - Te
Tellur-Legierungen finden in der Kabelindustrie zur Herstellung von Bleikabeln und zur Verbesserung der mechanischen Verarbeitung von Kupfer Verwendung. In seiner Hauptverwendung als Ferrotellur verbessert Tellur die maschinelle Bearbeitbarkeit von Stählen. Neben der Verwendung in Legierungen wird Tellur in der Chemischen- (Gummi- und Kunststoffadditiv) und in der Halbleiterindustrie benötigt. Insbesondere bei der Herstellung von Foto- bzw Solarzellen spielt hochreines Tellur eine bedeutende Rolle.
Tellur gehört zu den seltensten Elementen, womit Tellur in der Nähe von Palladium, Gold und Platin liegt. Man findet Tellur nur an wenigen Fundorten in größeren Mengen, so z.B. gediegen in Begleitung von Gold und Silber in Siebenbürgen, ferner als Blättererz oder Blättertellur, Tellurocker oder Tellurit.
Man gewinnt Tellur in der Hauptsache aus dem Anodenschlamm der Kupfer-Raffination, in dem es als Nebenprodukt bei der Extraktion der Edelmetalle anfällt. Ein weiteres Ausgangsmaterial ist die sogenannte Alkali-Schlacke der Blei-Raffination.
Die Weltproduktion von Tellur wird auf 350 Jahrestonnen geschätzt, wobei in den letzten Jahren sehr hohe Preissteigerungen zu verzeichnen waren. So zog der Preis für Tellur in der Zeit zwischen 2000 und 2004 um enorme 140% an.


