WOLFRAM -W
Wolfram ist ein weißglänzendes Metall und besitzt eine hohe Dichte. Wolfram ist das Metall mit dem höchsten Schmelz- und Siedepunkt. Die hohe Hitzebeständigkeit ist die Eigenschaft, die am meisten genutzt wird. Die wichtigste Anwendung findet Wolfram in der Beleuchtungsindustrie. Eingesetzt wird dieses Metall in fast allen elektrischen Glühlampen und Elektronenröhren als Glühdrähte, in Heizleitern von Hochtemperaturöfen und in Raketenspitzen, Raketendüsen und Hitzeschilden für die Raumfahrt.
Die zweitgrößte Bedeutung hat Wolfram in der Eisenmetalllurgie. Durch die Legierung mit Metall entsteht Wolframcarbid und zeichnet sich durch eine sehr hohe Härte und Hitzebeständigkeit aus. Diese Eigenschaft macht man sich für die Herstellung von Wolframstählen zu Nutze, die in Schneidewerkzeugen und Gewindebohrer zum Einsatz kommt. Durch die hohe Dichte eignet sich Wolfram als gute Abschirmung von Strahlen, wie z.B. bei Röntgenstrahlen. Diese Eigenschaft wird sich ebenfalls in der Rüstungsindustrie zu Nutze gemacht. In Zukunft soll Munition mit Wolframkern von neuem Schützenpanzer Puma benutzt werden, der den Marder ablösen soll.
Die wichtigsten Vorkommen liegen in China gefolgt von: USA, Kanada, Russland, Korea, Australien, Bolivien, und Burma. Das bedeutendste bekannte Vorkommen in Europa befindet sich im Felbertal in den Hohen Tauern (Bundesland Salzburg). Die sicheren und wahrscheinlichen Weltvorkommen betragen der Zeit 2,9 Millionen Tonnen reines Wolfram. Mehr als 80% des auf der Welt existierenden Wolfram wird in China produziert.
In seiner reinen Form ist es ein gut verformbares Metall, doch schon geringe Mengen an Kohlenstoff oder Sauerstoff können diese Eigenschaft sehr beinträchtigen.


